Im Schwarzwald habe ich als Kind die Welt um mich herum abgemalt.
Heute, mit 35 Jahren, male ich vor allem meine innere Welt und meine Sicht auf die Dinge.
Lange Zeit spielte sich mein Leben vor allem im Außen ab. Ich war in Vereinen aktiv und übernahm gerne Verantwortung. Heute erkenne ich, dass ich dabei vieles wahrgenommen habe – nur mich selbst nicht.

Das Zeichnen rückte immer weiter in den Hintergrund.
Statt Grafikdesign zu studieren, entschied ich mich für die Physiotherapie.
Diesen Beruf übe ich bis heute mit großer Leidenschaft aus. Nach meinem Studium absolvierte ich zahlreiche Fortbildungen und arbeite inzwischen als Physiotherapeutin mit Kindern mit Behinderungen.
Die Kunst begleitete mich kaum noch und verlor für viele Jahre ihren festen Platz in meinem Leben.

Erst nach einer von meinem Körper erzwungenen Auszeit fand ich zurück zur Kunst.
In München, meiner Wahlheimat seit 2007, entdeckte ich das Malen neu – diesmal nicht als Hobby, sondern als Möglichkeit, mich selbst besser kennen zu lernen.
Kunst wurde für mich ein Ort, an dem ich Erlebtes verarbeiten kann.
Ein Ort, an dem Gefühle sichtbar werden dürfen, für die ich Worte nicht zu finden scheine. Auf der Leinwand entstehen neue Perspektiven, Veränderung wird greifbar und aus vielen Schichten wächst etwas Neues.
Deshalb bestehen die meisten meiner Werke aus zahlreichen Ebenen. Alles darf seinen Platz finden: Gedanken, Erinnerungen, Fragen, Angst aber auch Heilung und Zuversicht. Nicht jeder Pinselstrich trägt Schmerz oder schwere Gefühle in sich. Manchmal darf etwas einfach nur sein. Genau darin liegt für mich eine besondere Kraft. Mich zu zeigen, ohne zu erklären, das hat mich verändert – und stärkt mich bis heute, Tag für Tag.

Points & Pulses 1/5
München, 2026

Sign & Silence 3/3
München, 2026

Separat & Same 3/3
München, 2026
Manchmal arbeite ich auch auf bereits bestehenden Kunstwerken anderer Künstlerinnen und Künstler weiter. Mich fasziniert der Gedanke, dass diese Werke Geschichten in sich tragen, die ich nicht kenne. Statt sie zu überdecken, versuche ich, ihnen Raum zu geben und sie in meinen eigenen Prozess einzubeziehen.
Für mich spiegelt das auch das Leben wider. Kein Mensch entsteht losgelöst von anderen. Wir werden geprägt von Begegnungen, Erfahrungen und den Spuren, die Menschen auf unserem Weg hinterlassen. So ist es auch mit diesen Kunstwerken: Sie bauen auf der Geschichte eines anderen auf und werden zugleich Teil einer neuen. Aus Vergangenem entsteht etwas Eigenes, ohne seine Herkunft zu verlieren.



Auf Wänden, Leinwänden, Holz und Papier lasse ich Erlebtes Gestalt annehmen.
Besonders faszinieren mich Hände. Sie erzählen Geschichten, drücken aus, was sonst unausgesprochen bleiben würde, und schaffen ehrliche Verbindungen zwischen Menschen.
- Häufig sind die Hände das Letzte, was ich auf ein Bild male.
- Davor entstehen viele Schichten aus Bewegung und Farbe – mal wild und impulsiv, mal ruhig und sorgfältig.
- Ich arbeite mit Händen, Spachteln und Pinseln, verwende Strukturpaste, getrocknete Blumen und verschiedenste Farbmedien.

Mein Atelier ist ein Ort, an dem nichts perfekt sein muss. Ein Ort, an dem alles erlaubt ist und entstehen darf.

Die Hände, die in meinen Werken zu sehen sind, gehören entweder mir selbst oder Menschen, die meinen Weg gekreuzt und Spuren hinterlassen haben.


Ich nehme auch Auftragsarbeiten an. Dabei ist mir das persönliche Gespräch besonders wichtig. Ich möchte den Menschen hinter dem Auftrag kennenlernen und ein Gefühl dafür bekommen, was das Bild ausdrücken soll.
Am liebsten fotografiere ich die Hände selbst, die später im Kunstwerk erscheinen. Es ist aber auch möglich, mir Fotos zu schicken oder eine Idee mitzubringen, die ich mithilfe meiner eigenen Hände als Vorlage umsetze.
Ich freue mich darauf mit dir in Kontakt zu kommen.